Deutsch-amerikanische Geschichte vor der eigenen Haustür – Exkursion der Klassen 12d und 12f
Dass deutsch-amerikanische Geschichte nicht nur in Schulbüchern zu finden ist, sondern direkt vor unserer Haustür, erlebten die Klassen 12d und 12f bei einer Exkursion durch die Heidelberger Südstadt. Gemeinsam mit Frau Lorenscheit und Herrn Sorg begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Spuren der amerikanischen Vergangenheit Heidelbergs.

Foto: WHS - Besuch im Mark Twain Center
Der Rundgang begann am ehemaligen Mark Twain Village, einer Wohnsiedlung der US Army, die nach dem Zweiten Weltkrieg für amerikanische Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien entstand. Bis zum Abzug der US-Streitkräfte im Jahr 2013 war das Viertel ein prägender Bestandteil der amerikanischen Präsenz in Heidelberg. Von dort führte der Weg weiter über den Paradeplatz, den Torhausplatz und zur Julius-Springer-Schule. An jeder Station erläuterte Frau Lorenscheit anhand ihrer Recherchen im Stadtarchiv Heidelberg die historische Bedeutung der Orte und zeigte auf, wie sich das ehemalige Militärgelände in den vergangenen Jahren zu einem modernen Stadtquartier entwickelt hat. So wurde Geschichte an den Originalschauplätzen lebendig und anschaulich.
Den Höhepunkt des Vormittags bildete der Besuch des Mark Twain Centers für transatlantische Beziehungen, das sich im historischen Keyes Building auf dem Gelände der ehemaligen Campbell Barracks befindet. Die Schülerinnen und Schüler erhielten zunächst eine englischsprachige Führung durch die Dauerausstellung, bei der sie nicht nur spannende Einblicke in die deutsch-amerikanischen Beziehungen und die besondere Rolle Heidelbergs erhielten, sondern zugleich ihre Englischkenntnisse im authentischen Kontext anwenden konnten. Anschließend blieb genügend Zeit, das Museum selbstständig zu erkunden. Besonders beliebt waren die interaktiven Stationen und Spiele, die Geschichte auf abwechslungsreiche Weise erlebbar machten und zum Mitmachen einluden.
Den gelungenen Abschluss der Exkursion bildete ein gemeinsames amerikanisches Mittagessen im Moe's Roadhouse, bei dem die zahlreichen Eindrücke des Vormittags noch einmal ausgetauscht werden konnten.

Foto: WHS - Gemeinsamer Abschluss im Moe's Roadhouse
Ein herzlicher Dank gilt Frau Lorenscheit für die hervorragende Vorbereitung der Exkursion, ihre sorgfältigen Recherchen im Stadtarchiv Heidelberg und die informativen Erläuterungen während des Rundgangs. Ebenso bedanken wir uns beim Team des Mark Twain Centers für die interessante englischsprachige Führung und den freundlichen Empfang. Der Vormittag zeigte eindrucksvoll, wie eng die Geschichte Heidelbergs mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen verknüpft ist – und dass sich diese Geschichte direkt vor der eigenen Haustür entdecken lässt.
