Was heißt denn hier Mindesthaltbarkeit?
Am 27.01. besuchte unsere Global-Studies-Gruppe der 12. Klasse von Frau Wilhelm den Workshop „Nichts für die Tonne“ im Welthaus Heidelberg. Der Workshop passte gut zu unserem Unterricht, in dem wir uns zuvor mit Themen wie Klimawandel, Ökozonen und dem ökologischen Fußabdruck beschäftigt haben. Dabei wurde deutlich, wie eng Lebensmittelverschwendung mit Umwelt- und Ressourcenschutz zusammenhängt.
Ein Spiel machte uns zunächst bewusst, wie viele Lebensmittel ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland verbraucht und wie viel davon häufig unnötig im Müll landet. Diese Zahlen waren überraschend hoch und zeigten, wie groß das Problem der Lebensmittelverschwendung eigentlich ist. Passend dazu sahen wir den Film „Essen im Eimer“, der das Thema weiter vertiefte und verdeutlichte, wie sorglos oft mit Lebensmitteln umgegangen wird.
Fotos: WHS
Anschließend setzten wir uns in Gruppen mit den Ursachen von Lebensmittelverschwendung auseinander, zum Beispiel im Handel oder im eigenen Haushalt, und betrachteten auch die Folgen für Menschen und Umwelt. Dieses Wissen konnten wir später an verschiedenen Stationen anwenden. Dort überlegten wir unter anderem, ob Lebensmittel trotz abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar sein könnten, und sammelten Ideen, wie jede und jeder Einzelne im Alltag bewusster mit Lebensmitteln umgehen kann. Gleichzeitig wurde auch darüber gesprochen, was auf politischer Ebene verändert werden könnte, etwa durch bessere Aufklärung oder verständlichere Kennzeichnungen auf Verpackungen.
Vorgestellt wurden uns außerdem die Apps „Too Good To Go“ und „Zu gut für die Tonne“, die helfen, im Alltag Lebensmittel zu sparen. Besonders interessant war die App “Too Good To Go”, vor allem als wir in der Pause Tüten mit Backwaren und Aufstrichen aus einem Hotel bekamen und sehen konnten, wie das Konzept in der Praxis funktioniert.
Bild: „Gerettete“ Lebensmittel aus der „Too Good To Go“ App
Der Workshop war insgesamt sehr interessant und relevant für den Alltag. Besonders überrascht hat uns, wie viele Menschen gar nicht genau wissen, was das Mindesthaltbarkeitsdatum eigentlich bedeutet: Es gibt an, wie lange ein Lebensmittel mindestens haltbar ist, nicht aber, dass es danach automatisch schlecht ist. Der Tag hat gezeigt, dass man mit ein bisschen Wissen und Aufmerksamkeit im Alltag schon viel gegen Lebensmittelverschwendung tun kann.

